Was ist eigentlich ein „Lastenheft“?
Aus dem POWERJO-Archiv · 2024
Was ist eigentlich ein „LastenheftBeschreibt, WAS der Auftraggeber benötigt und WOFÜR: Anforderungen, Leistungsdaten, Rahmenbedingungen. Das Lastenheft ist die Grundlage jeder Ausschreibung – ein unvollständiges Lastenheft führt zu unvergleichbaren Angeb“?
Die Idee einer Maschine oder gar einer ganzen Produktionsstrecke entsteht zwar vielleicht manchmal aus dem blauen Dunst – ihre Entwicklung oder Produktion jedoch ganz sicher nicht.
Zwar kann der Bedarf für eine Anwendung spontan entstehen oder akut werden, aber nur sehr selten ist eine passgenaue Lösung direkt auf dem Markt abrufbar.
Wenn ein Unternehmen nun also eine neuen Schritt wagen möchte, bedarf es intern einer Konzeptionierung, um die Erfüllung des entstandenen Bedarfs möglichen ausführenden Instanzen antragen zu können.
Im Ergebnis entsteht so das sogenannte „#LASTENHEFT“:
Mit einem LastenheftBeschreibt, WAS der Auftraggeber benötigt und WOFÜR: Anforderungen, Leistungsdaten, Rahmenbedingungen. Das Lastenheft ist die Grundlage jeder Ausschreibung – ein unvollständiges Lastenheft führt zu unvergleichbaren Angeb meint der Maschinenbau einen Anforderungskatalog [#REQUIREMENTS] seitens des beauftragenden Kunden
– eine detaillierte Aufbereitung aller Kundenanforderungen und technischen Spezifikationen.
Typischerweise gliedert sich ein LastenheftBeschreibt, WAS der Auftraggeber benötigt und WOFÜR: Anforderungen, Leistungsdaten, Rahmenbedingungen. Das Lastenheft ist die Grundlage jeder Ausschreibung – ein unvollständiges Lastenheft führt zu unvergleichbaren Angeb wie folgt, kann aber je nach Branche und Anforderungen stark variieren:
- Einführung
- Ist-Zustand
- Soll-Erwartung
- Schnittstellen
- Funktionale Anforderungen
- Nicht-funktionale Anforderungen
- Risikoakzeptanzen
- Skizze einer Systemarchitektur
- Lieferumfang (inkl. Montage- und Ersatzteile)
- AbnahmekriterienMessbare Bedingungen, unter denen eine Maschine oder Linie als abgenommen gilt: Leistung, Verfügbarkeit, Ausschussquote, Formate, Dokumentation, Sicherheit – vereinbart vor der Bestellung.
Daraus resultiert nach einer etwaigen AusschreibungStrukturierte Angebotsanfrage an mehrere Lieferanten auf Basis eines Lastenhefts. Eine gute Ausschreibung definiert Leistungsumfang, Schnittstellen, Abnahmekriterien und kaufmännische Bedingungen so, dass Angebote direkt ein sogenanntes PflichtenheftDie Antwort des Lieferanten auf das Lastenheft: beschreibt, WIE und WOMIT die Anforderungen umgesetzt werden. Das Pflichtenheft wird nach Beauftragung erstellt und vom Auftraggeber freigegeben – es ist die verbindliche t, welches definiert, wie der Produzent die Anforderungen des Lastenhefts umzusetzen gedenkt [#FEATURES].
